Jens-Uwe Dyffort ist Komponist und Software Entwickler. Roswitha von den Driesch arbeitet mit Video, Klang und Bildanimationen. Seit 1996 entwickeln beide gemeinsam Klanginstallationen. Ausgehend von der Prägung eines Ortes, den Umgebungsgeräuschen, seiner spezifischen Akustik, Geschichte und städtischen Einbindung entwickeln sie ein klangliches System, dass sie visuell und hörbar in einen Ort einfügen. Dyffort und Driesch sprechen bei ihren Klanginstallationen auch von »Akustischen Markierungen« die einen spezifischen Ort klanglich erweitern, Verborgenes freilegen, um eine Empfindung für den umgebenden Raum zu verstärken.

Texte: »Erfahrungsräume« von Melanie Uerlings, Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort, Positionen, Experiment, 70, Beiträge zur Neuen Musik. PDF

»Das akustische Palimpsest« von Björn Gottstein, »Klangkunst a german sound«, Webseite Deutscher Musikrat

Zahlreiche Arbeiten entstanden für Außenräume, beispielsweise 2009 für die Hauptallee im Donaueschinger Schlosspark, Donaueschinger Musiktage 2009, für den Garten des Cloître des Récollets in Metz, Nuit Blanche 2008 oder für den Windsor Lake, Earmarks, Massachussets Museum of Contemporary Art, 1998.

 

Arbeiten im Innenraum waren unter anderem 2012 im Kunstverein Ludwigshafen, 2008 in der Goldhalle im Hessischen Rundfunk Frankfurt a. Main, im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und 1996 in der singuhr-hoergalerie in parochial, zu hören.

 

Musikstücke wurden beispielsweise vom Hessischen Rundfunk, hr2-kultur und WDR Studio Akustische Kunst gesendet.

Roswitha von den Driesch beobachtet und analysiert in ihren Video-Installationen den menschlichen Alltag und erforscht diesen mittels Video und Klang. Die Zuhörer und Betrachter werden in eine Position gebracht, die ihnen das eigene Verhalten und »Sich-Befinden« vorführt. Ihre Videos waren unter anderem in den Ausstellungen 13. Marler Video-Kunst-Preis, Transmediale 08 in Berlin und auf dem International Science and Film Festival, Cinema Les Variétés in Marseille, zu sehen. 2012 bekamen Jens-Uwe Dyffort und Roswitha von den Driesch den Experimentalfilmpreis Ruhr für ihre Arbeit "Goliath".
Jens-Uwe Dyffort und Roswitha von den Driesch leben und arbeiten in Berlin. Für die Realisierung ihrer künstlerischen Arbeiten bekamen sie Projektförderungen aus den Förderbereichen Ernste Musik, Klangkunst und Bildende Kunst. Weitere Aufenthaltsstipendien waren beispielsweise das Residenzstipendium der Villa Aurora, Los Angeles, das Stipendium der Stadt Berlin an der Citè Internationale des Arts in Paris, im Künstlerhaus Schloss Balmoral, Bad Ems und 2006 bekamen beide den Deutschen Klangkunstpreis für ihre Arbeit "In der Schwebe".

© dyffort & driesch