26-Kanal-Klanginstallation, Museo y Ruinas de Huanchaca, SACO1.1Bienal de arte contemporáneo, Antofagasta, Chile, 2023

Die Atacama Wüste Chile ist nicht nur von tektonischer Aktivität geprägt, sondern auch von einem 200 Jahren betriebenen Bergbau (u.a. Kupfer, Lithium), der auch eine Geschichte der Ausplünderung natürlicher Ressourcen ist. Die 26-Kanal-Klanginstallation »Taubes Gestein / Maltreated Rocks«, bestehend aus 22 Piezo-Lautsprechern, die vorwiegend in elektronischen Geräten zum Einsatz kommen, säumten einen 30 m langen schachtartigen Innenhof des Museo y Ruinas de Huanchaca. Darüber waren der Lautsprecherspezifik entsprechend, die hohen Tonfrequenzen von bearbeiteten und verfremdeten Vor-Ort-Tonaufnahmen aus der Atacama Wüste zu hören, vielfältigste Klänge und Geräusche die entstehen, wenn Gestein und Erdkruste brechen oder sich durch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ausdehnen. Die Arbeit basiert auf dem engen Austausch mit Wissenschaftlern der internationalen Forschungsgruppe CRC1211 – »Earth Evolution at the dry limit«. Als Stadtklangkünstler:innen der Stadt Bonn konnten wir an einer Exkursion vom CRC1211 teilnehmen, unter der Leitung von Prof. Tibor Dunai, Universität Köln, in derem Zentrum die geomorphologischen Entwicklungen im Norden der Atacama-Wüste in Chile standen. Dieses Projekt wurde von »echoes – soundforum bonn 2023«, der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn unterstützt.

Technik: 26-Kanal-Klanginstallation (Größe: 30 x 4 m)/ 22 knopfgroße Piezo-Lautsprecher installiert an beiden 30 m langen Betonwänden, 4 Transducer (Körperschall-Lautsprecher) installiert an der Sitzfläche (Schalungsholz) am Ende des Innenhofes, unterhalb des Fensters, Kupferdraht ( 0,3 mm Durchmesser), Abspielgeräte.