Punktierter Umweg

Jutta Park Höfgen, Internationales Festival Echo 2003, von 0 - 24 Uhr

45 Piezo-Lautsprechern an 45 Bäumen,45 Relais, Computer.

   

 

 

 

Blickpunkte und Achsen des Jutta Parks Höfgen bilden eine Gartenstruktur. Geht man die Kastanienallee entlang, folgt man einer Linie, scheinbar einem Fluchtpunkt entgegen. Die Allee endet in einem Rondell. Beim Blick zurück spannen sich die gelaufene Strecke und die verbrachte Zeit auf.Jeder Baum ist mit einem knopfgroßen Lautsprecher bestückt. Sie spielen unterschiedliche Rhythmen, anfangs im gleichen Metrum, aber mit etwas unterschiedlichen Tempi. Was zum Tagesbeginn wie ein durchgehender Beat klingt, der aber durch die jeweils pausierenden Lautsprecher klangliche und räumliche Qualitäten aufweist, verschiebt sich im Tagesverlauf und lässt die unterschiedlichen Rhythmen deutlich werden. Aus einer scheinbar geordneten und einfachen Struktur, entfaltet sich langsam die der Struktur innewohnende Komplexität.Bei der Entwicklung unserer Idee, hatten wir das Bild eines Gartens vor Augen, der wieder von der Natur überwuchert wird, sobald man aufhört, ihn zu gestalten.

 

 
© dyffort & driesch