Archiv 2014 2011-13 2010 2008 2007

 

5.- 7.05.2017, Wittener Tage für neue Kammermusik
Auf- und Rückprall Messpunkt Hammerteich, (UA)
Eine Raum-Klang-Installation im Auftrag der Stadt Witten

 

weitere Infos:


Veranstalter: Kulturforum Witten und Westdeutscher Rundfunk Köln
Programmleitung WDR 3: Prof. Karl Karst
Verantwortlicher Redakteur und künstlerische
Leitung: Harry Vogt (Kulturradio WDR 3)
KulturforumWitten
Saalbau Witten
Bergerstraße 25
58452 Witten
Kartenvorbestellungen
Tel: 02302-581-2441
Fax: 02302-581-2499
E-mail: tickets@wittenertage.de


 

Auf- und Rückprall Messpunkt Hammerteich

eine Klanginstallation am Hammerteich in Witten


Der Hammerteich ist eine der ältesten Industrieanlagen in Witten. Das ist heute kaum noch zu erahnen – das ehemalige Hammerwerk ist vollständig abgebaut. Die Namen seiner Betreiber sind noch heute für die industrielle Geschichte der Region Witten von Bedeutung, so z.B. die in Witten ansässigen Stahlwerke Friedr. Lohmann GmbH und Deutsche Edelstahlwerke GmbH. Im Laufe der Zeit hat sich die Stahlindustrie und Produktion im Ruhrgebiet verändert. Wegen der internationalen Konkurrenz werden in spezialisierten Verfahren vorwiegend hochwertige Qualitäts- und Edelstähle hergestellt. Dabei wird die Rohstahlerzeugung durch verschiedene Messverfahren kontrolliert, unter anderem durch Zerreißproben oder Rückprall-Verfahren (Härtetest).
Die Klanginstallation »Auf- und Rückprall – Messpunkt Hammerteich« greift diese Verfahren auf. Sechs Stahlscheiben-Rohlinge (hergestellt von der Friedr. Lohmann GmbH) werden jeweils mit einem kleinen Rückprall-Hammer (hergestellt in China) anschlagen. Sie bilden sechs Schlagvorrichtungen / Klangstationen, die hintereinander eine Strecke markierend, entlang des Hammerteiches positioniert sind. In einem rückgekoppelten System wird der beim Anschlagen entstehende helle Klang über ein Kontaktmikrofon aufgenommen, mittels Live-Elektronik verändert und auf die Scheibe zurück übertragen. Ihr anfänglicher Selbstklang wird beispielsweise verlängert und nach oben glissandiert, klanglich an Verbiegen von Stahl erinnernd. Oder er reisst plötzlich ab und geht dann in einen rauschhaften Klang über. Den Weg am Hammerteich zum Ort des Hammerwerkes beschreibend, produzieren diese sechs Einheiten unterschiedliche Klangfelder, die sich über die Wasserfläche und in der näheren Umgebung ausbreiten.



 

Medienkunst, Installation, Performance
in der Zwingli-Kirche vom 25. bis 27. Mai 2017
Arbeiten von: Thomas Bratzke, Stefan Demming & Michael Rieken, Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort, Jorn Ebner, Monika Jarecka, Karl Heinz Jeron, Joachim Seinfeld, Ulrich Vogl,
André Werner
Kuratorin: Karin Scheel

Vernissage am 25.Mai, 19h

Grußworte:
Olaf Zimmermann
Vorsitzender des Regionalen Kulturbeirates und
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
Pfarrer Dr. Bernd Krebs
Beauftragter der Landeskirche für das Reformationsjubiläum und
das Regionale Kulturprogramm zum Kirchentag
Zur Ausstellung:
Karin Scheel
Galeristin und Kuratorin der Ausstellung,
Mitglied des Regionalen Kulturbeirates zum Kirchentag

Die Zwingli-Kirche ist neben St. Matthäus und St. Elisabeth offizielleStandort des Berliner Kulturprogramms zum
36. Deutschen Evangelischen Kirchentag Berlin-Wittenberg 2017.
Im April 2015 beschloss die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz auf Vorschlag von Bischof Markus Dröge Berliner Kulturschaffende in einen Beirat zu berufen.
Diesem Kulturbeirat wurde die Aufgabe übertragen, das Kulturprogramm für die gastgebende Landeskirche auszuarbeiten und umzusetzen. „ZEIG DICH!“-unter diesem Motto lud der Beirat Künstlerinnen und Künstler aus Berlin und Brandenburg ein, sich an einem Wettbewerb zu beteiligen, der in Ausstellungen in den genannten Kulturkirchen mündet.
Die von einer Fachjury ausgewählten Arbeiten sind während des
Kirchentages zu sehen. In der Friedrichshainer Zwingli-Kirche zeigen 11 Künstlerinnen und Künstler vorrangig medienkünstlerische und installative Arbeiten zum Thema „ZEIG DICH!“

Die Ausstellung ist vom 25. bis 27. Mai 2017 jeweils von 12.00 - 22.00 Uhr geöffnet.
Rudolfstr. 14, 10245 Berlin - Friedrichshain
4 Min vom S/U-Bhf Warschauer Strasse.


 

In Stein gehauen

eine Video- Klanginstallation in der Zwingli-Kirche

 


Viele Religionen erheben die ausschließliche Bindung an den eigenen Gott. Es bedarf Toleranz, Respekt und Offenheit, eine andere Glaubensvorstellung neben der eigenen bestehen zu lassen. Leider gibt es historisch und aktuell viele Gegenbeispiele. Die Video-Sound-Installation »In Stein gehauen« greift diesen Gedanken auf. Ausgangspunkt dazu ist der Prozess einer Entscheidungsfindung: vom Zweifel zur Entscheidung bis hin zur Meinungsbildung mit Absolutheitsanspruch und in einem weiteren Schritt die unumstößliche Anordnung und deren Auswirkung. Besucher befinden sich inmitten eines Klangfeldes, einem Wechselspiel von für und wider, ja und nein, während zwei Videoprojektionen die Folgen des reformatorischen Bildersturms zeigen. Beispielsweise die Marienfigur von Hans Thurner (1511), die nach der Reformation anstatt mit dem Jesuskind, mit Waage und Richtschwert ausgerüstet und so in die Allegorie der Gerechtigkeit umgearbeitet wurde. Oder die kaum noch sichtbaren, entfernten Heiligendarstellungen im Zürcher Grossmünster, indem Zwingli als Leutpriester predigte.

Sprecher: Katarina Rasinski, Christian Kesten, Luzian Gryczan

 



 

Ausstellung vom 10.9. bis 8.10.2017 , Eröffnung am 9.9.2017


Kurator: Ulrich Eller
Dr. Anne Mueller von der Hagen / Allgemeiner Konsumverein Braunschweig


 

klangstaetten stadtklaenge 2017

 

Gewinn eine Klanginstallation für den ehemaligen Friedhof der Martini Gemeinde

 

 



 

Ausstellung Raumlektüre

Karin Albers, Alfred Banze, Sandra Becker, Thomas Bratzke, Daniela Butsch, Lioba von den Driesch, Roswitha von den Driesch und Jens Uwe Dyffort, Jorn Ebner, Benedikt Eickhoff, Klaus W. Eisenlohr, Vanessa Gageos, Stephan Groß, Karl Heinz Jeron, Christine Kriegerowski, Claudia Kochsmeier, Verena Kyselka, Maurice de Martin, Michael Maier, Manfred Miersch, Sharon Paz, Carola Rümper, Begona Santiago, Gaby Schulze, Karen Tastum, Constanze Thielecke, Anna Tsianou, Maria Vedder, Jens Wahl, André Werner, Ute Weiss-Leder, Hans Winkler


Ausstellung in Kooperation des KulturRaum Zwingli-Kirche e.V. mit der Medienwerkstatt des BBK Berlin
Kuratiert von Karin Scheel
 
Vernissage am Freitag, 15.7.16, 18.00 Uhr in der Zwingli-Kirche 
Ausstellung am 16. und 17.7.16 jeweils von 12.00 Uhr bis 21.00 Uhr
 
Zwingli-Kirche
Rudolfstraße 14
10245 Berlin



 

192kBit/s - Ein feste Burg ist unser Gott

 

Das Kirchenstück »Ein feste Burg ist unser Gott«* (geschrieben von Martin Luther), gespielt auf der defekten Orgel der Zwingli-Kirche, bei der ganze Orgelregister fehlen oder verstimmt sind, ist Ausgangspunkt für unsere Klang-Video-Installation. Dazu haben wir mit mehreren Mikrofonen, im Kirchraum, auf der Empore, im Gehäuse, an den Pfeifen, der Windlade und Klaviatur das vierminütige Musikstück aufgezeichnet. Seine MP3-Version ist über Kopfhörer mit Blick auf die stumme Orgel zu hören.
*Der Choral »Ein feste Burg ist unser Gott« ist für die protestantische Kirchenmusik, wegen seiner identitätsstiftenden Symbolkraft von großer Bedeutung. Für unsere Tonaufnahmen hat Niklas Jerome das Orgelstück »Ein feste Burg ist unser Gott BWV 720« von Johann Sebastian Bach auf der defekten Orgel der Zwingli-Kirche gespielt.

Orgel: Niklas Jerome

Tonaufnahmen: Frank Ellendt, Jens-Uwe Dyffort

Kamera: Roswitha von den Driesch

 

 



 

Ausstellung vom 9. April – 29. Mai 2016

Eröffnung
Freitag, 8. April 2016, 18 Uhr

Ein Ausstellungsprojekt von Ingeborg Lockemann, Sven Kalden und Roswitha von den Driesch

Galerie im Körnerpark
Schierker Str. 8, 12051 Berlin
Tel. +49(30) 5682 3939
galerien@kultur-neukoelln.de
Öffnungszeiten: Di-So 10-20 Uhr
Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag 10-20 Uhr
U + S-Bahn: Neukölln und Hermannstraße

Kostenfreie Führungen durch die Ausstellung: Jeden Sonntag, 15 Uhr.

weitere Infos:

Vortrag mit Diskussion:
Sonntag, 10. April 2016, 12 Uhr
Mit dem Vortrag "Ran out - About the extinction of natural, cultural and personal resources" stellt die Künstlerin Shlomit Bauman ihr Projekt vor, das die endgültige Ausbeutung einer Tonmine im Negev zum Ausgangspunkt von Überlegungen zur Endlichkeit von Ressourcen macht.


Filmvorführung und Gespräch
Sonntag, 24. April, 17 Uhr
Die Filmemacherin Bianca Bodau zeigt ihren Film "Our Lady on the Rocks"
(Regie: Bianca Bodau/Alberto Simon), der sich mit Geschichte und Gegenwart von Butte, einer ehemals bedeutenden Minenarbeiterstadt in Montana beschäftigt, in der parallel zur Kupferförderung zahlreiche Bordelle betrieben wurden.


Rundgang
Sonntag, den 22. Mai, 17 Uhr
Rundgang durch die Ausstellung und Gespräch mit Künstler/innen

Buchvorstellung
Donnerstag, den 26. Mai, 19 Uhr
Sammy Baloji und Lotte Arndt stellen das neue Buch "Hunting & Collecting,
Katanga soils" von Sammy Baloji (in Zusammenarbeit mit Chrispin Mwano und Lotte Arndt) vor.
Es fußt auf den fortlaufenden künstlerischen Forschungen von Sammy Baloji zu Formen der wirtschaftlichen Ausbeutung des Kongo und der Rolle des Bergbaus in der Region Katanga von der Kolonialzeit bis heute.


 

GRABEN GRABEN

 

Sammy Baloji, Shlomit Bauman, Oliver van den Berg,
Roswitha von den Driesch/Jens-Uwe Dyffort, Anna-Lena Grau, Sven Kalden,
Hendrik Lietmann, Ingeborg Lockemann, Inken Reinert

Als der Unternehmer Franz Körner (1838–1911) jene Kiesgrube anlegen ließ, die später zum Körnerpark wurde, kamen bei den Grabungen erstaunliche Fundstücke hervor. Wie aber verändern Grabungen, die von wirtschaftlichen Interessen geleitet sind, das Umland?
Das Projekt GRABEN GRABEN stellt künstlerische Positionen vor, die sich mit Transformationen und Deformationen von Landschaften sowie urbanen Veränderungen aufgrund von Rohstoffgewinnung und -verwertung beschäftigen. Die Ausstellung betrachtet dieses globale Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Einige Arbeiten sind dokumentarisch-investigativ oder haben eine erzählerische Herangehensweise. Andere sind von visuellen Eindrücken inspiriert, die Landschaftstransformationen und Stadtbildveränderungen hervorrufen.

DIGGING DIGGING
When Franz Körner dug out the gravel quarry that would later become Körner Park, the excavations unearthed surprising artifacts. But how do excavations guided by economic interests change their surroundings?
The project DIGGING DIGGING introduces artistic positions addressing the transformation and deformation of landscapes as well as urban changes through the extraction and exploitation of raw materials. Some or the works are documentary and investigative or take a narrative approach. Others draw their inspiration from visual impressions evoked by land transformations and changes to cityscapes.

 



 

   

Ausstellung vom
Fr 22.04. bis Sa 30.04. — 9:00 bis 19:00
So 01.05. bis Do 02.06. — 9:00 bis 20:00

Eröffnung: Do 21.04.2016 um 17 Uhr


The exhibition wishes to emphasise the Großer Garten’s extraordinary artistic synthesis, and thus to make people aware once again of its tonal resonances. Four sound installations on and by the Graft surrounding the garden sensitise the visitor to special acoustic situations, and direct the attention to the sometimes deliberate, sometimes unconscious sound design within the grounds. RESONANZEN invites the visitor to experience the Großer Garten once again as a place of sonic authenticity.


Garteneintritt 8 Euro www.hannover.de/herrenhausen

 

weitere Infos:

Eine Produktion der Herrenhäuser Gärten in Kooperation mit den KunstFestSpielen Herrenhausen

Herrenhäuser Gärten / Herrhäuser Straße 4/ 30419 Hannover/ www.kunstfestspiele.de

Programm


 

 

Resonanzen

Klanginstallationen von Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort / Erwin Stache / Max Eastley / Ulrich Eller

Kurator: Carsten Seiffarth


Punktiertes Ufer (Klanginstallation)

44 elektronische Einheiten bestehend aus 2 Piezo-Lautsprechern, einem Klangerzeuger, Akku und Solarpanel sind an 44 Allee-Bäumen installiert.

Als „Punktierte Umgebungen“ bezeichnen Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort eine Serie von Klanginstallationen, in der sie Orte durch das behutsame Hinzufügen von Klängen interpretieren, um sie so neuen Wahrnehmungs- und Deutungsformen zu öffnen. Die Sensibilisierung für die Eigenheiten eines Ortes, für seine Geschichte und Funktion und die Hervorhebung von verborgenen, oft auch vergessenen Bedeutungsschichten sind zentrale Topoi dieser Werke. Der Begriff „Punktierung“ bezieht sich sowohl auf die bildnerische wie auf die musikalische Komposition. Knopfgroße, schwarze Piezo-Lautsprecher – häufig entlang der Linienführung gegebener Architekturen installiert – bilden punktuelle, optische wie akustische Markierungen. In der Arbeit „Punktiertes Ufer“ für den Großen Garten in Herrenhausen sind sie auf ca. 400 m Länge an den Stämmen der am Rand der östlichen Graft stehenden Bäume angebracht – je drei Lautsprecher pro Baum. Zu hören sind rhythmische Folgen aus leisen Klickgeräuschen. Die repetitiven Impulse sind rein elektronisch erzeugt, erinnern jedoch an Geräusche von Insekten oder Vögeln. Musikalisch greifen sie formale Prinzipien der barocken Gartengestaltung auf. Bogenförmige rhythmische Figuren (schnell – langsam – schnell) verweisen auf die strenge Symmetrie der Gesamtanlage; kurze, den Weg entlanglaufende Akzente auf die Linearität der Allee. Von der natürlichen Umgebung, der Wasser- und Rasenfläche reflektiert, mischen sich die rhythmischen Gestalten und fügen sich als künstlerisch kommentierende Schicht subtil in die Rhythmen der Umwelt ein. (Markus Steffens)


 

   

Klanginstallationen von Peter Vogel (DE), Manuel Rocha (MX), André Bartetzki (DE), Dyffort und Driesch (DE), Tilman Küntzel (DE), sowie Studierenden des Masterstudiengangs Sound Studies an der Universität der Künste Berlin. Einführung: Prof. Hans Peter Kuhn, Klangkünstler. (Eintritt frei)

Eröffnung der Klanginstallationen 25. 09. 2015 um 18 Uhr

KONTAKTE 15 Festival des Studios für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin im Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, der Canadian Electroacoustic Community sowie der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" und der Technischen Universität Berlin.
KONTAKTE '15 wird gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.

Unter der Leitung von Dr. Gregorio García Karman.

 

 


 

 

Summender Gräsergarten

Eine Klang-Raum-Installation aus 20 elektro-akustischen Einheiten, 20 Graspflänzchen aus der städtischen Umgebung Berlins, 20 abgeschnittenen Plastikflaschen und Pflanzkübeln. Ort: Vor dem Gebäude (Tageslichtinstallation)

Die erste Ausgabe von KONTAKTE stellt aktuelle Positionen elektroakustischer Musik und Klangkunst von internationalem Rang vor, richtet sich an ein breites Publikum und bietet Raum für Debatte und Reflexion des musikalischen Denkens im Kommunikationszeitalter. Das Programm vom 25. bis 27. September vereint Uraufführungen, Werke der klassischen Avantgarde, Kammermusik und Live-Elektronik und bespielt mit Konzerten, Klanginstallationen, Performances und Filmen das gesamte Akademie-Gebäude am Hanseatenweg.


Die Klang-Raum-Installation »Summender Gräsergarten« versammelt im Eingangsbereich der Akademie der Künste 20 Graspflänzchen aus der städtischen Umgebung Berlins. Sie sind in mehreren rechteckigen Kübeln angepflanzt, die räumlich angeordnet sind. Jedes Graspflänzchen ist mit einem lichtdurchlässigen Plastikbehältnis abdeckt. Darunter entsteht ein Glashauseffekt, ein Mikroklima. Einfallendes Sonnenlicht lässt die Temperatur im Innenraum ansteigen, die Gräser transpirieren mehr Feuchtigkeit und die äußere Hülle (Plastikabdeckung) beschlägt. Die Installation Summender Gräsergarten macht diesen Prozess klanglich erlebbar. Variierendes Sonnenlicht und wechselnde Temperaturverhältnisse werden in Tonhöhe und Lautstärke hörbar. Alle 20 Einheiten reagieren unterschiedlich auf die Temperatur- und Lichtveränderungen, so dass ein klanglich variierendes Gräsergärtchen zu hören ist. Bei der Entwicklung unserer Klang-Raum-Installation Summender Gräsergarten interessierte uns in Anlehnung an die Ideen des Landschaftsarchitekten Walter Rossow und des Architekten Werner Düttmann das Verhältnis zwischen Innen und Außen, Haus und Freiraum, zwischen Gebäude und städtischer Umgebung.

 

 

 

   

24.-26.04.2015, Wittener Tage für neue Kammermusik
An die Oberfläche – in die Luft: Abschnitt Mausegatt, Wittener Tage für neue Kammermusik (UA)
Eine Raum-Klang-Installation im Auftrag der Stadt Witten für die Wittener Tage für neue Kammermusik 2015

 

weitere Infos:


Programmgruppe Musik WDR 3: Werner Wittersheim
Programmleitung WDR 3: Prof. Karl Karst
Verantwortlicher Redakteur und künstlerische Leitung: Harry Vogt (Kulturradio WDR 3)
KulturforumWitten / Saalbau Witten
Bergerstraße 25 / 58452 Witten
Kartenvorbestellungen
Tel: 02302-581-2441
Fax: 02302-581-2499
E-mail: tickets@wittenertage.de
Auskunft:
Tel: 02302-581-2426 /-2486
E-mail: info@wittenertage.de
www.wittenertage.de
www.wdr3.de
www.kulturforum-witten.de
Eintrittspreise:
Konzertkarte je 10 €
Dialog.Portrait, Doppel Duo jeweils 5 €
(ohne Ermäßigung)
Hör-Film Eintritt frei
Festivalkarte (Konzert 1–6) 40 €
Schüler und Studen ten 50% Ermäßigung

Programm

 

 

An die Oberfläche – in die Luft: Abschnitt Mausegatt

Eine Klang-Raum-Installation oberhalb des Flözverlaufs

 

 


Rundholzpfähle, 4 Lautsprecher, Abspielgeräte, Solarpanel

Bäume und Wiesen erstrecken sich im Tal entlang der Mutte bei Witten – Besucher bemerken kaum, dass sie durch eine ehemalige Industrielandschaft spazieren. Zwar erinnern zahlreiche ausgestellte Relikte an die Geschichte des Steinkohlebergbaus hier, doch die massiven Eingriffe in die Landschaft sind kaum noch zu erkennen: weder die Lage der Stollen und Schächte, noch die abgebauten Flöze, die unter der Erde im Verborgenen verlaufen. Die Klang-Raum-Installation „An die Oberfläche – in die Luft“ markiert oben, am Aufführungsort, mit linear angeordneten Rundholzpfählen das Kohleflöz Mausegatt: seine Topografie, die Steigungen und Verwerfungen. Klänge lenken die Aufmerksamkeit der Besucher unter Tage und auf das, was die Kulturlandschaft Muttental geprägt hat. In vier aufeinander folgenden Klangfeldern sind einzelne gestrichene Saiten zu hören – verändert, oft lang gezogen, granular und in die Tiefe verweisend. Mehr und mehr mischen sich Störungen unter die Klänge, bis sie verstummen und die Geräusche der Umgebung wieder in den Vordergrund treten.

 

   

 

Eröffnung der Ausstellung
am Samstag, den 9. Mai 2015 um 19 Uhr

10. Mai bis 13. September 2015


Es sprechen:


Klaus Wehling (Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen)

Peter Knitsch (Staatssekretär, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen)


Daniela Berglehn (RWE Stiftung)


Dr. Christine Vogt (Direktorin der LUDWIGGALERIE)


Nina Dunkmann (Kuratorin der Ausstellung)

LUDWIGGALERIE
Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen
Tel. 0208 – 41 249 11
Fax: 0208-41249 13

www.ludwiggalerie.de

weitere Infos

 

GREEN CITY

Geformte Landschaft – Vernetzte Natur

 

 

   

Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord

September 2015

Turmstraße 75 – 10551 Berlin
Fon (030) 9018–33453 – Fax (030) 9018–33457
info@kunstverein-tiergarten.de – www.kunstverein-tiergarten.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13-19 Uhr

Die künstlerischen Arbeiten der Ausstellung Lob der Arbeit umkreisen die Frage nach der Neubestimmung der Rolle von Produzenten und Konsumenten, fragen nach Präsenz und Absenz von physischer Arbeit. Moabit, Standort der Galerie Nord, ist dabei Anstoß, Ort der Reflexion und Produktion, Raum für Rückblicke und Imagination.
Die Entwicklung Moabits ist exemplarisch für viele ehemalige urbane Industriestandorte in Europa. Moabit war im 19. Jahrhundert der wichtigste innerstädtische Produktionsstandort und Arbeiterwohnbezirk Berlins. Der homogenen Klassenzugehörigkeit entsprach die linke und oft widerständige Ausrichtung der Bevölkerung.
Auch in den Nachkriegsjahrzehnten blieb Moabit proletarisch. Ab den 1960er Jahren stieg in der industriellen Arbeit der Anteil der ArbeitsmigrantInnen.
Als diese im Zuge der Globalisierung mehr und mehr verlagert wurde, blieben die ehemaligen Arbeitskräfte, nunmehr auch in der zweiten und dritten Generation, im Bezirk.
Während die industrielle Herstellung von Dingen auch hier kaum noch präsent oder sichtbar ist, sind es die Produkte, vor allem Billigprodukte, welche dafür in umso stärkerem Maße das Straßenbild bestimmen.
In Bezug auf die Produktion entspricht Moabit dem allgemeinen Stand in Europa: Die körperliche Arbeit findet andernorts statt, die Industriegesellschaft hat sich zu einer Dienstleistungsgesellschaft gewandelt. Die neuen Rollen im Feld der Arbeit konstruieren Identität anders, ehemalige Zugehörigkeiten, beispielsweise zur arbeitenden Klasse, lösen sich auf.
Vor diesem Hintergrund übersetzen die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung Auflösungsprozesse industrieller Arbeitsweisen in immaterielle Installationen oder parallelisieren Positionen der 70er Jahre zum Austritt aus der Arbeitswelt mit Bildern, die beschreiben, wie die Disziplinierung der Fabrik heute auch auf die in Freizeit Entlassenen zugreift, wie Untätigkeit verwaltet und organisiert wird. Die KünstlerInnen entwickeln Überlebensstrategien gegen Monotonie und Risiken im Arbeitsalltag und konstruieren eigenwillige Umverteilungsprozesse. Sie kontrastieren einst revolutionäre Haltungen und Gesten mit dem heutigen Erscheinungsbild des Ortes.
Das Begleitprogramm stellt Fragen zu Vergangenheit und Zukunft der Arbeit. Es umfasst u.a. einen Vortrag von Bernd Senf, ein Filmprogramm, zusammengestellt und moderiert von Rainer Bellenbaum, und einen Gesprächsabend mit Helmut Höge und Peter Funken.
Mit freundlicher Unterstützung des Bezirkskulturfonds Mitte, der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten: Ausstellungsfonds kommunale Galerien und der Initiative Neue Musik Berlin.

 

Lob der Arbeit


Roswitha von den Driesch, Jens-Uwe Dyffort, Sven Kalden, Ingeborg Lockemann, Elke Mohr, Peter Piller, Michaela Schweiger

 

LUX (Raum-Klanginstallation)

Drei Diaprojektoren, drei Lautsprecher, drei Lampen, drei Kontaktmikrofone, eine Projektionsfläche , Aufzeichnungs- und Abspielgeräte.

In den Jahren 1896-98 wurde in den Ludwig-Loewe-Fabriken (Moabit) nach betriebsökonomischen, amerikanischen Vorbild die Serien- und Massenfabrikation eingeführt, bis Ende der 80iger Jahre produzierte die Firma »Rothmans« in »Fließbandfertigung« die Zigaretten der Marke »Lux« und »Lord«. Heute befinden sich in den Loewe-Hallen vorwiegend Dienstleistungsfirmen.
Diese sich im Laufe der Deindustrialisierung veränderten Arbeitsprozesse / Organisationsformen greifen Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort in ihrer audiovisuelle Rauminstallation »Lux« auf. Ausgehend von mechanischen Arbeitsrhythmen projizieren drei Diaprojektoren wechselnde Bilder von Dampf und Rauch in den Ausstellungsraum. Neben den Bildprojektionen ist das rhythmische Klacken der wechselnden Dias, das mechanische Geräusch des drehenden »Diakarussells« und die Lüftung der Projektoren zu hören. In einem weiteren Schritt werden diese analogen Geräusche/Bilder mit Kontaktmikrofonen/Lichtsensoren aufzeichnet und zeitgleich über drei Lautsprecher in den Ausstellungsraum gespielt. Dabei werden die visuell, akustischen Ereignisse so verändert, dass diese zwar erkennbar, aber sehr vereinfacht, vereinheitlicht zu erleben sind.


   

Klanginstallation Heimchen

Landesgartenschau Landau 2015

vom 18. April bis 18. Oktober

 

 


60 Piezo-Lautsprecher, Verstärker, Netzteil, Kabel


Heimchen (Grillen) sind weltweit verbreitet und leben vorwiegend in der Nähe des Menschen, beispielsweise in Gebäuden, in U-Bahnschächten, Hecken und Bäumen. Ihre Entwicklung – eine Metamorphose in mehreren Stadien – und ihre Population sind beachtlich und geradezu ein Sinnbild für das Wachsen und Gedeihen, aber auch ein Bild für die Notwendigkeit, ein ökologisches Gleichgewicht beizubehalten, denn in Massen kann die Grille zum Schädling werden. Wie ein Garten, der gepflegt werden muss um in mehreren Stadien wachsen zu können, der gedeiht und verblüht, um dann erneut zu wachsen.
Diesen Gedanken aufgreifend setzt sich die Installation »Heimchen« klanglich mit unterschiedlichen Abläufen des Wachsens, beispielsweise mit dem Prozesshaften, Vermehren, Schwinden oder Innehalten auseinander. Ausgangspunkt dazu ist das leise »Zirpen« der Grille, der Balzgesang des Männchens, das sein Revier akustisch markiert und das Weibchen lockt. Sie konkurrieren, lösen quasi untereinander einen akustischen Prozess aus, schaukeln sich gegenseitig hoch, um dann plötzlich abrupt oder langsam wieder zu verstummen.
Diese unterschiedlichen Prozesse sind die Vorlage für die Klanginstallation »Heimchen«, dabei geht es nicht um die Simulation eines Grillenschwarms, sondern um eine räumliche Umsetzung dieser Prozesse, hörbar unter den Baumkronen, zwischen den Bäumen und in ihrer näheren Umgebung. 60 knopfgroße Piezolautsprecher sind in drei gegenüberliegenden Bäumen installiert. Einzeln geben sie einen feinen »zirpenden« Laut ab, alle Lautsprecher zusammen vermischen sich zu einem räumlichen, klanglichen Prozess, beispielsweise hörbar an- und abschwellend, räumlich von Baum zu Baum wandernd, dann wieder verstummend.
Diese künstlichen Klänge, »Zirp-Laute« mischen sich mit den Umgebungsgeräuschen, dem Vogelgezwitscher, dem Rascheln und Rauschen der Blätter, mit den Schritten und Stimmen der Besucher der Landesgartenschau und dem fernen Brummen der Stadt. Je nach Wind und Wetterverhältnissen treten die Umgebungsgeräusche akustisch in den Vordergrund. Die Klanginstallation ist beispielsweise bei großem Besucherandrang oder bei Regen eher undeutlich zu hören, während sie an trockenenTagen deutlich wahrnehmbar ist. Während der Dauer der Landesgartenschau läuft die Klanginstallation »Heimchen« permanent, sie fügt sich akustisch in die Umgebung ein und verweist auf die vielzähligen akustischen Prozesse, die um sie herum stattfinden.

 

 

 

 

 

 

© dyffort & driesch