An die Oberfläche – in die Luft: Abschnitt Mausegatt

Eine Klang-Raum-Installation oberhalb des Flözverlaufs

 

Wittener Tage für neue Kammermusik 2015

Rundholzpfähle, 4 Lautsprecher, Abspielgeräte, Solarpanel

 

Bäume und Wiesen erstrecken sich im Tal entlang der Mutte bei Witten – Besucher bemerken kaum, dass sie durch eine ehemalige Industrielandschaft spazieren. Zwar erinnern zahlreiche ausgestellte Relikte an die Geschichte des Steinkohlebergbaus hier, doch die massiven Eingriffe in die Landschaft sind kaum noch zu erkennen: weder die Lage der Stollen und Schächte, noch die abgebauten Flöze, die unter der Erde im Verborgenen verlaufen. Die Klang-Raum-Installation „An die Oberfläche – in die Luft“ markiert oben, am Aufführungsort, mit linear angeordneten Rundholzpfählen das Kohleflöz Mausegatt: seine Topografie, die Steigungen und Verwerfungen. Klänge lenken die Aufmerksamkeit der Besucher unter Tage und auf das, was die Kulturlandschaft Muttental geprägt hat. In vier aufeinander folgenden Klangfeldern sind einzelne gestrichene Saiten zu hören – verändert, oft lang gezogen, granular und in die Tiefe verweisend. Mehr und mehr mischen sich Störungen unter die Klänge, bis sie verstummen und die Geräusche der Umgebung wieder in den Vordergrund treten.


(Eine Raum-Klang-Installation im Auftrag der Stadt Witten für die Wittener Tage für neue Kammermusik 2015)


©dyffort & driesch